Tipp: Winter am Loch Lomond

Am Freitag zurück in Edinburgh, am Samstag schon wieder weg. Mit zwei Freunden war ich (wieder mal) am Loch Lomond, einem der größten Seen in Schottland. Ganz in Weiß eingehüllt sorgten die Berge um den See für eine  unvergleichliche Atmosphäre. Eine klare Empfehlung!

Schottland ist bekannt für seine Lochs (aus dem Gälischen für See) und Bens (auch aus dem Gälischen für Berg). Die Kombination aus beidem ist besonders reizvoll und lässt sich am Loch Lomond besonders gut erleben. Nur anderthalb Fahrstunden von der Hauptstadt Edinburgh entfernt, eignet sich die Region für Tagestrips genauso wie für einen längeren Aufenthalt.

Das Gebiet ist nicht gerade eine Geheimtipp, was auch daran liegen mag, dass es seit 2002 ein Nationalpark ist, und zwar der Loch Lomond and the Trossachs Nationalpark. Auch wenn es an den Wochenenden voll werden kann, lohnt sich ein Besuch immer. Wandern, Radfahren oder Paddeln – es gibt für jeden das Richtige. Die Landschaft ist einzigartig in Schottland und wer zum Beispiel die Wahl zwischen Loch Ness und Loch Lomond hat, sollte immer letzteren wählen. Der See ist abwechslungsreicher und gespickt mit kleinen Inseln, die Berge sind höher, die Landschaften schroffer. Und seien wir ehrlich: Nessie sieht man höchstens als Aufkleber am Fenster des überfüllten Ausflugsboots.

Wanderung mit Aussicht 

Am Ostufer des Sees schlängelt sich der West Highland Way entlang (siehe mein Bericht). Es bietet sich an, Teilstrecken des Wegs zurückzulegen, zum Beispiel die rund drei Kilometer lange Route von Balmaha auf den den Conic Hill. Am besten startet man vom großen Wanderparkplatz rechterhand nach dem Ortseingang. Direkt dahinter liegt ein Wald, man folgt dem Weg nach rechts.

Zuerst geht es durch verwunschene Wälder, dann über offenes Grasland. Es wird immer steiler, die Aussicht immer besser, bis man am Gipfel ankommt. Wir hatten Glück mit dem Wetter und so bot sich uns eine grandiose Aussicht auf den See, eingebettet in schneebedeckte Berge.

Für den Auf- und Abstieg sollte man etwa drei bis vier Stunden einplanen. In Schottland lohnt es sich sehr, vor einer Wanderung den Wetterbericht zu checken, vor allem, wenn man sich auf schöne Ausblicke freut.

Aber auch das ist keine Garantie. Das Wetter in Schottland ändert sich schnell. Oft ist es morgens klar und sonnig, am Nachmittag fängt es dann wie aus dem Nichts an zu regnen. Wenn man das weiß, stehen schönen Stunden in der Natur aber nichts im Wege.

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